
F I L M U S I K - KO M P O S I T I O N E N -(Auswahl)
"Die
Reise nach Kafiristan" (Regie: Fosco und Donatello Dubini,
Spielfilm,
UA Internat. Filmfestival Locarno 2001)
"Unterwegs als sicherer Ort"
(Regie: Dietrich Schubert, Dok.film, WDR 1997)
"Dazlak" (Regie: Helke Sander,
Spielfilm, UA Hofer Filmtage 1997)
"Bahnhöfe Europas erzählen Geschichte"
(Regie: Wolfgang Bergmann,
7-teilige Dok.film-Serie, NDR 1993)
"BeFreier
und Befreite" (Regie: Helke Sander, Dok.film, WDR 1992)
"Joseph Beuys oder Die Innere Mongolei"
(Regie: Hannes Heer, Dok.film, WDR 1991)
"Les Vampires" (10-teilige Stummfilmserie
von Louis Feuillade 1918/19, 6 1/2 Std.Musik,
WDR 1990)
"American Beauty Ltd." (Regie:
Dieter Marcello, Spielfilm, UA Berlinale 1990)
"Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen oder Wie
die Juden in der West-Eifel in die Freiheit kamen" (Regie:
Dietrich Schubert, Dok.film, WDR 1990)
"Mein '68"
(Regie: Hannes Heer, Dok.film, WDR 1988)
"Verbrennt diese Briefe" (Regie:
Hannes Heer, Dok.film, NDR 1986)
"Schatten der Zukunft" (Regie:
Wolfgang Bergmann, Dok.film, ZDF 1985)
"Nieder
mit den Deutschen" (Regie:
Dietrich Schubert, Spielfilm 1984)
Dokumentarfilme
(Buch und Regie)
"Geheimnisse
des Chöömej - Stimmen aus Tuva" (WDR/3SAT 1996/97)
"Die
Kora spricht" (ZDF/ARTE 1994)
"Die
Kunst der Griots" (ZDF/ARTE 1993)
"Die Barden Westafrikas"
(WDR 1992)
Kritiken
"Besondere
Erwähnung verdient die neue Filmmusik. Wolfgang Hamm erarbeitete eine
150-seitige Partitur für 3o Instrumente, die von insgesamt 22 Musikern
gespielt wurden.
Das Ergebnis der Arbeit ist beeindruckend. Hamm ging bewußt auf Abstand
zu den 'fast ungenießbaren' Filmmusiken der damaligen Zeit, er schuf
einen sehr modern klingenden Soundtrack voller Ecken und Kanten, wobei er
sich in erster Linie auf das Arsenal von Blasinstrumenten stützte. Jeder
Handlungsträger bekam ein distinktes Thema, ein Klangbild zugeordnet:
Irma Vep bewegt sich zu den trügerisch-verspielten Klängen eines
Akkordeons, die Ordnungskräfte treten wuchtig zu Posaune und Tuba auf,
ein heimeliges Trio mit Kontrabass und Cello für Philippes Mutter. Das
wirkt besonders effektvoll, wenn mehrere dieser Personen zusammenkommen. Eine
in der Tat vielsagende musikalische Begleitung, die eine sichere Balance zwischen
Distanz und Anteilnahme hält."
(Peter Strotmann über die Musik zu Louis Feuillades 10-teiliger
Stummfilmserie
"Les Vampires" in 'film-dienst')
"Der bislang als
verschollen geglaubte Film wurde jetzt in Moskau wieder aufgefunden und wird
derzeit am Bundesarchiv rekonstruiert. Ein sensibel gemachtes Dokumentarstück,
für das Wolfgang Hamm die Musik schrieb. Hamm, der auch kürzlich
die 'Vampire' von Feuillade vertonte, zählt längst zu den interessantesten
und einfühlsamsten Komponisten für Stummfilme."
(Heiko R.Blum über "Asta und Charlotte" von
Heinz Trenczak und Paul Hofmann im 'Kölner Stadtanzeiger')
"Ganz dezidiert erklingt
eine ungewöhnliche Filmmusik, die den Zustand des Unterwegsseins nicht
verliert, tragische Momente ernst nimmt und durch die Rücknahme jeglicher
Rührseligkeit um so stärker wirkt."
(Aus dem Gutachten der Filmbewertungsstelle Wiesbaden über
die Filmmusik zu Dietrich Schuberts Dokumentarfilm "Unterwegs als sicherer
Ort". Prädikat: Besonders wertvoll.)
"Hamm, der in Stuttgart
Komposition und an der Universität Tübingen auch Soziologie studierte,
versuchte von Anfang an die stilistische Hermetik der Neuen Musik aufzubrechen
und deren kompositionstechnische Errungenschaften funktional und 'sprachlich'
zu erweitern. Kennzeichnend in diesem Zusammenhang ist für ihn ein produktives
Spannungsverhältnis von Jazz und Neuer Musik, aber auch zwischen Kompositionen
für die Institution 'Konzertsaal' einerseits und für Straßenaktionen
mit dem Kölner Blasorchester 'Dicke Luft' andrerseits.
Eine solche funkionelle Vielfalt macht die Hereinnahme heterogener Materialien
unumgänglich: seien es Geräusche, elektronische Klänge oder
szenische Elemente (nicht zuletzt angeregt durch einen Kompositionskurs bei
Mauricio Kagel. Zwangsläufig gerät bei einer solchen ästhetischen
Position früher oder später auch der Film ins Blickfeld.
So entstand seit den Achtzigerjahren zunehmend Musik für bislang etwa
40 Filme.
Charakteristisch an Hamms kompositorischer Arbeit ist die Bevorzugung von
Verfahren wie Montage, Collage, filmähnliche Schnitte, die assoziative
Arbeit mit Geräuschen, ihre
Musikalisierung durch rhythmische und klangfarbliche Veränderungen und
eine große
Bandbreite ungewöhnlicher akustischer Instrumente bis hin zu elektronischen
Klangerzeugern."
(Wolfgang Thiel in "Musik in Deutschland 1950 - 2000 /
Musik für Film und Fernsehen" , CD-Reihe Hrsg.: Deutscher Musikrat
/BMG Ariola Classics)
Zusammenarbeit
mit RegisseurInnen (Auswahl)
Wolfgang
Bergmann (Lichtfilm
W. Bergmann)
Fosco und Donatello Dubini (Dubini Filmproduktion)
Dieter
Marcello (D. Marcello Film & Medien)
Helke
Sander (Helke
Sander Filmproduktion)
Dietrich
Schubert (Dietrich Schubert Filmproduktion)
© WOLFGANG HAMM
design barbara schrage


